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Was Sie über Leistungslust wissen müssen!

Der Kult um den Erfolg  – gesunde Produktivität in der Leistungsgesellschaft!

 

Oft beklagen wir

  • die Leistungsgesellschaft als den Inbegriff des Menschenfeindlichen,
  • eine mangelnde Leistungsbereitschaft in Unternehmen,
  • und den fehlenden Leistungswillen der heutigen Jugend.

Aber gleichzeitig wird die Forderung erhoben, die „Leistungsträger“ in Unternehmen oder zum Beispiel in der Pflege, müssten mehr gewürdigt werden.

 

Der Kult um den Erfolg

Auf der einen Seite, definieren wir Erfolg durch Fremdbestimmt sein. Das Fremdbestimmt sein, verbinden wir mit Arbeit, Anstrengung und äußerer Messbarkeit. Auf der anderen Seite entsteht ein neuer Kult rund um den Erfolg. Hier geht es um die individuelle Leistungsbereitschaft. Mit unzähligen digitalen Selbstmanagement-Tools für gesunde Produktivität,  lassen sich alle Arten von individuellen Leistungskurven erstellen – von der Zahl der Schritte bis zur Qualität des Schlafs.

Während die einen ihr „Trainingslager to go“ Tag und Nacht am Arm und im Blick haben, optimieren die anderen in fein verzierten Bullet-Journals ihren Alltag und überprüfen akribisch ihre Produktivitäts- und Dankbarkeitslisten. Leistung und damit auch Erfolg, wird auch als Arbeit am Selbstmanagement verstanden. Das Erreichen von Zielen, ist längst in den Lifestyle aller eingezogen, die intensiv an ihrer Work-Life-Balance und gesunder Produktivität arbeiten.

Historisch gesehen, war der erste Befreiungsschlag, wenn wir über Leistung und Erfolg sprechen, die Orientierung an dem Vermögen, das nichts mit Kontoständen oder physischem Besitz zu tun hatte. Nicht der Titel der Familie, nicht der Stand, nicht die Herkunft, sondern die eigene Leistung als Mittel des Erfolgs und der Anerkennung wurden geachtet – zumindest in der Theorie.

Sind zwischen der Abwehr des Leistungsgedankens und der Feier eines Leistungskults die Grautöne dazwischen verloren gegangen?

Was macht uns erfolgreich?

Was wird denn momentan als „eigene Leistung“ und noch wichtiger „eigener Erfolg“ bewertet? Erfolgreiche Menschen tendieren dazu, ihren Erfolg als „verdient“ zu betrachten. Aber wer misst das nach welchen Kriterien?

Ist es wirklich eine besondere Leistung, eine Fusion zweier Firmen anwaltlich zu beraten, als Demenzkranke zu pflegen? Ist es anspruchsvoller, gut Fußball zu spielen, als Rhönrad zu fahren?

Sind Menschen mit Erfolg vielleicht einfach nur im Vorteil, weil sie sich zum Beispiel auf bessere ökonomische Voraussetzungen stützen können oder auf ein Unterstützungssystem, das ihnen sagt: „Du machst das schon. Du schaffst das!“

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Unserer heutige Gesellschaftsform hat immer noch viele Elemente einer Ständegesellschaft. Sie sind nur unsichtbar geworden.

Oder wie verhält sich die Leistung zum Talent? Mit einem IQ von 130 ist ein Mathestudium vielleicht gar keine Anstrengung. Und wie verhält sich die Leistung zum Glück? Wenn mir „alles zufliegt“, hatte ich dann viel Disziplin und Leistungswillen oder Glück?

Und dann gibt es noch das „Kultige“ am leisten wollen, eine Art Leistungslust. Warum übt ein Kind freiwillig mehrere Stunden, mit einem Skateboard Treppenstufen herunterzufahren, ein anderes dagegen ein Violinkonzert bis es perfekt sitzt?

Der Flow

Diese Lust entsteht meist durch ein Gefühl.

Ein Zustand, in dem uns alles mit Leichtigkeit und Freude gelingt. Die Flow Theorie stammt von Mihaly Csikszentmihalyi und er definiert sie wie folgt:

  • Der Ideale Zustand in der Mitte zwischen Unterforderung und Überforderung.
Was Sie über Leistungslust wissen müssen!
  • Ist eine Aufgabe zu schwierig oder besteht zu viel Druck, sind wir überfordert, ängstlich, frustriert und nicht in der Lage, die Aufgabe zu erfüllen.
  • Ist die Aufgabe zu anspruchslos, sind wir gelangweilt, unfokussiert und abgelenkt.

Gesunde Produktivität = Flow ist der Bereich, in dem die Anforderungen und Aufgaben optimal zu unseren Fähigkeiten passen und ihren Zweck nicht nur in erreichbaren oder unerreichbaren Zielen haben. Nicht in äußerer Anerkennung, nicht im Wettbewerb oder in der Bestenauslese.

Wenn wir unsere wahren Stärken und unsere Aufgaben so verteilen, dass wir bei der Arbeit Leichtigkeit und Freude empfinden, sind wir motiviert und engagiert. Dieser Moment des völligen Verschmelzens mit einer Tätigkeit, egal, ob sie im Kopf oder unter Beteiligung anderer Körperteile stattfindet, dieses völlige Versinken in der Anstrengung, die anstrengungslos daherkommt – auch das ist ein Element von Leistung.

Wie entsteht Leistungslust und wie bringt sie Produktivität in einen gesunden Flow?

Daher haben wir uns gefragt, wie Leistungslust entsteht, gemessen und anerkannt werden sollte. Welche Leistung wird nicht gesehen? Und wie kann Leistung auch wieder gesunde Produktivität hervorbringen?

Unsere Arbeitswelt hat sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert. Wir können durch immer komplexere Arbeitsstrukturen das Pensum an Aufgaben nicht mehr abarbeiten.

Leistung zu erbringen, ist zu einem ewigen Fluss geworden, den wir nicht mehr leer schöpfen können. Somit müssen wir uns also nicht dem Ausschöpfen des Flusses, also dem effizienten Abarbeiten von Aufgaben widmen, sondern dem Schwimmen im Fluss.

Konkret bedeutet das sich anzuschauen, wie wir in dem Arbeitsfluss zu gesunder Produktivität gelangen. Wann erfahren wir Leistungslust? Oder anders gesagt, wann beschäftigen wir uns mit der Gestaltung unseres Selbstmanagements?

Es gibt drei wesentliche Faktoren, um gut schwimmen zu können oder gesunde Produktivität zu erleben:

…ich kann besonders gut schwimmen, wenn ich effiziente Schwimmbewegungen lerne.

…ich kann besonders gut schwimmen, wenn mich nichts davon ablenkt.

…ich kann mir überlegen, welcher Schwimmstil zu meinen Fähigkeiten passt und was ich als herausfordernd empfinde.

Übertragen auf die Leistungswelt bedeutet das:

Leistungslust & Effizienz

„Ich erlebe Leistungslust, wenn ich effizient arbeiten kann.“

Nur wenn ich mir meine Kraft gut einteilen kann, halte ich bis zum Ende durch. Nur wenn ich lerne, welche Arm,- und Beinbewegungen effizient beim Schwimmen sind, kann ich meinen Kopf gut über Wasser halten. Ich muss mir also genau überlegen:

Welche technischen Tools machen es mir einfacher, meine Prioritäten zu setzen und meine Aufgaben sinnvoll einzuteilen?

Effizienz bedeutet, die Dinge richtig zu tun und darf nicht verwechselt werden mit effektiv. Effektiv ist eine Maßnahme, wenn sie zum gewünschten Ergebnis bzw. Ziel führt. Effizient ist die Maßnahme, wenn das gewünschte Ergebnis mit dem richtigen Einsatz der eigenen Ressourcen erreicht wird.

  • Habe ich meine Ziele wirklich nach effizienten Kriterien ausgewählt?
  • Wann bin ich effizient und woran werde ich das merken?

 

Leistungslust & Ablenkungsfreiheit.

„Ich erlebe Leistungslust, wenn ich ablenkungsfrei bin.“

Besonders gut kann ich mich auf das Schwimmen konzentrieren, wenn ich dabei völlig ablenkungsfrei bin. Wenn mich nichts in dem Fluss, in meinen Schwimmbewegungen stört.

Transferieren wir dieses Bild auf die Leistungswelt, können wir konzentriert arbeiten, wenn wir uns ohne Ablenkungen und Störungen einem Thema widmen. Wann haben Sie zum letzten mal 20 Minuten an einer Sache gearbeitet ohne Unterbrechung? Ja, Sie haben richtig gelesen, 20 Minuten. Um sinnvolle, kreative, nachdenkliche und wichtige Arbeit zu erledigen, braucht unser Gehirn ca. 20 Minuten bis wir in die Flowzone gelangen. Und das ist nicht nur selten geworden, sondern obendrein auch anstrengend.

Gerade in der heutigen Zeit ist das ein zentrales Problem: Denn E-Mails, Smartphones und Social Media erzeugen Druck, alles sofort erledigen zu müssen. Sie schaffen eine Atmosphäre ständiger Ablenkung.

Deswegen widmen wir uns in unserem Selbstmanagament Seminar Empower Yourself dem Konzept des Deep Work: Unsere Teilnehmer erfahren, wie sie sich ablenkungsfreie, konzentrierte Arbeitszeit freischaufeln können. Und wie sie in dieser Atmosphäre, den Zustand des optimalen Arbeitens – den Flow – der gesunden Produktivität erreichen können.

Empower Yourself Online Training

Passendes Angebot für unsere Firmenkunden

Wir kombinieren Selbstlernphasen mit Live-Online-Trainings (LOT) in der Gruppe und nehmen Themen wie:

  • Selbstmanagement,
  • Prioritäten setzen
  • „Nein“ sagen lernen
  • und gesunde Produktivität in den Focus.

Erfahren sie hier mehr über das Konzept, dass sich bei unseren Kunden bereits hervorragend bewährt hat!

Leistungslust & Selbstmanagement.

„Ich erlebe Leistungslust, wenn Aufgaben und Fähigkeiten optimal zusammenpassen.“

Wenn uns bewusst ist, welche Schwimmstile wir besonders gut beherrschen und welche für uns herausfordernd sind oder welche Verhaltensweisen uns darin hindern, bestimmte Schwimmstile auszuführen, dann können wir durch diese Reflektion besser schwimmen.

Bezogen auf meine Arbeitsweise bedeutet das, dass ich mir bewusst mache, welche Verhaltensweisen mich antreiben, motivieren und mir gesunde Produktivität bringen.

Um einen Überblick über mögliche Handlungstypen zu erhalten, tauchen wir in unseren Trainings in die Transaktionsanalyse bzw. die Antreiberdynamiken von Eric Burn ein. Außerdem lernen unsere Teilnehmer, wie Sie die Reaktionsmuster bearbeiten können, die Sie hindern bestimmte Aufgaben optimal auszuführen.

Resümee:

  • Vielleicht ist es hilfreich, wenn Sie sich einmal die Frage stellen: „Wie entsteht ihre Leistung, wie wird sie gemessen und anerkannt?
  • Welche Leistungen werden noch nicht gesehen und wie könnten Sie das ändern?
  • Und wie könnte Ihr Arbeitsalltag mehr zu gesunder Produktivität führen?

Alle Aufgaben abarbeiten zu können ist eine Illusion. Leistung erbringen, ist ein ewiger Fluss und dieser lässt sich nicht leerschöpfen.

Aus diesem Grund ist Selbstmanagement so wichtig, da in diesem Rahmen nicht nur Zeitmanagement Tools beachtet werden, sondern die Reflektion der eigenen Leistungslust in den Fokus gerät.

Wann erlebe ich gesunde Produktivität? „…wenn ich effizient arbeiten kann.“ „…wenn ich ablenkungsfrei arbeiten kann.“ „…wenn ich Aufgaben entsprechend meiner Fähigkeiten bearbeite.“

 

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